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Bundesgesetz über die Krankenversicherung (KVG) Gesetz
Das KVG regelt die obligatorische Krankenpflegeversicherung, Leistungen, Zulassung der Leistungserbringer, Tarife, Spitalplanung, Prämienverbilligung und Rechtsschutz. Es wird von der Bundesversammlung geändert, der Bundesrat vollzieht es.
Wer macht was
Das Bundesgesetz über die Krankenversicherung vom 18. März 1994 ist seit 1. Januar 1996 in Kraft und regelt die obligatorische Krankenpflegeversicherung (OKP). Es legt fest, welche Leistungen vergütet werden (Art. 24 ff.), wer zulasten der OKP tätig sein darf (Art. 35 ff.), wie Tarife entstehen (Art. 43 ff.), wie Spitäler geplant und finanziert werden (Art. 39, 49a) und wie Prämien verbilligt werden (Art. 65 ff.) (KVG, Stand 1. Juli 2026).
Das Gesetz delegiert viel: Der Bundesrat vollzieht es und erlässt die Ausführungsbestimmungen (Art. 96, KVV). Das EDI erlässt nach Anhören der Kommissionen die Listen und Leistungsbestimmungen (Art. 52 Abs. 1 Bst. a, KLV), das BAG erstellt die Spezialitätenliste (Art. 52 Abs. 1 Bst. b). Die Kantone lassen Leistungserbringer zu (Art. 36), beschränken die Zahl der Ärztinnen und Ärzte (Art. 55a), führen Spitallisten (Art. 39), genehmigen oder setzen Tarife fest (Art. 46 Abs. 4, 47), regeln die Pflege-Restfinanzierung (Art. 25a Abs. 5) und gewähren Prämienverbilligung (Art. 65). Gesamtschweizerische Tarifverträge genehmigt der Bundesrat (Art. 46 Abs. 4); Tarifstrukturen müssen schweizweit einheitlich sein, und der Bundesrat kann sie subsidiär festlegen oder anpassen (Art. 43 Abs. 5 und 5bis).
Seit dem Stand vom 1. Juli 2026 enthält das KVG unter anderem die Kosten- und Qualitätsziele (Art. 54 ff., in Kraft seit 1. Januar 2026, aus dem indirekten Gegenvorschlag zur Kostenbremse-Initiative), die kantonalen Mindestbeiträge an die Prämienverbilligung (Art. 65 Abs. 1quater und 1quinquies, in Kraft seit 1. Januar 2026) und erste Teile des Kostendämpfungspakets 2 wie die gezielte Versicherteninformation (Art. 56a, in Kraft seit 1. Juli 2026, AS 2026 294). Die einheitliche Finanzierung ambulant und stationär (EFAS) ist beschlossen und gilt ab 2028, für die Pflege ab 2032 (BAG, EFAS).
Verbindungen
Regeln Geld Leistung
Eingehend
Was sich ändert
13. Oktober 2026
Verlängerte Zulassungsausnahme im Bundesblatt, Referendumsfrist bis 21. Januar 2027
2. Oktober 2026
Parlament verlängert Zulassungsausnahme für Ärztinnen und Ärzte bis Ende 2032
1. Juli 2026
Erste Teile des Kostendämpfungspakets 2 in Kraft
17. Juni 2026
Nationalrat berät KVG-Änderung zur einmaligen Datenerhebung
5. Juni 2026
Bundesrat setzt erste Teile des Kostendämpfungspakets 2 per 1. Juli 2026 in Kraft
18. Februar 2026
Botschaft zur einmaligen Erhebung von Gesundheitsdaten im KVG
Stand: 10. Oktober 2026Zuletzt geprüft: 19. Oktober 2026
